North Sails NEWS

Frühling im Süden

Über Monaco nach Langenargen: Das Bodensee-Update

📸 Studio Borlenghi

Die Tage werden länger, die Krokusse blühen und durch die Yachthäfen wabert ein vertrauter Duft aus Antifouling, Politur und Vorfreude. Kurzum: Das Frühjahr steht vor der Tür. Während die hiesige Küste also grade aus dem Winterschlaf erwacht, ist man im Süden der Republik bereits einen Schritt weiter. „Hier sind alle heiß auf die neue Saison“, verrät Michael Seifarth von North Sails in Langenargen. Die Boote gehen langsam ins Wasser, die ersten Regattateams wurden bereits zum Training auf dem Bodensee gesichtet. „Nach zwei Jahren Pandemie trägt viele unserer Kunden der vorsichtige Ausblick auf eine normale Saison, das merkt man schon deutlich“, so Seifarth weiter. 

Was an der Ostsee die Mai Offshore Regatta ist, ist am Bodensee der Montfort Cup vor Langenargen. Bereits zum 39. Mal bereitet der ausrichtenden Yachtclub Langenargen der Bodensee ORC-Flott sowie ausgewählten Einheitsklassen das Feld zum Saisonauftakt. Zu den Einheitsklassen gehören neben der X-99 auch die Longtze Premier, die sich am Bodensee einer treuen Fangemeinde erfreut. Doch nicht nur dort. Bereits am ersten Märzwochenende fand vor Monaco der Primo Cup – Trophée Credit Suisse statt.

Erste Segeltage vor Monaco

Mit von der Partie: Das Wetfeet Sailing Team um Steuermann Eckhard Kaller von North Sails Langenargen. Außerdem an Bord waren Theresa Albertin, Andreas Löwe und Michael Seifarth. „Wir hatten de-facto keinen Tag Training und sind per Kaltstart in die Regatta gegangen“, erzählt Michael Seifarth. Die Crew hatte sich erst unmittelbar vor dem Event in dieser Konstellation gefunden. Da waren leichte Winde am ersten Regattatag ein dankbarer Umstand, der die Bodensee-Crew direkt mit zwei Tagessiegen belohnte. „Ein bisschen Glück war das schon, bei mehr Wind hätte sich unser Nicht-Eingespielt-Sein bestimmt schwerer gewogen“, so Michael Seifarth. Dass die Bedingungen trotz der leichten Winde alles andere als einfach zu segeln waren, zeigt ein Blick auf den Seegang. Wind und Welle in gegenläufiger Richtung, dazu eine alte Dünung. „Das war wie Bodensee mit Welle“, sagt Seifarth und fügt an: Gut für uns, wir hatten stabilen Speed und konnten uns auf Taktik und Manöver konzentrieren.“ 

Am Samstag dann noch weniger Wind und gleichbleibende Welle. Das Ergebnis: No racing, ein Startversuch wurde kurzerhand nach einem großen Winddreher abgebrochen. 

Am Sonntag dann das Kontrastprogramm: Frische Bedingungen und ein böiger Wind zwischen sieben und 15 Knoten. Mit den Plätzen 3, 1 und 3 sicherte sich die Wetfeet-Crew den ersten Platz über alles punktgleich mit dem zweitplatzierten Team aus der Schweiz. Außerdem bemerkenswert: Die Top 5 der Klasse segelte mit North Sails Klassensegeln. 

Alle Informationen und Ergebnisse zum Primo Cup. 

Zur Bootsklasse: Die Longtze Premier ist ein offenes Kielboot das insbesondere in Süddeutschland, Italien, der Schweiz, Frankreich und Monaco gesegelt wird. Mit einem Gewicht von 650 kg und einer Vorwind-Segelfläche von über 80 m2 liefert die Longtze schnelles und körperlich anspruchsvolles Segeln. Ihrer hohen Segelfläche und dem geringen Gewicht verdankt die Longtze ihre Popularität in schwachwindigeren Revieren wie dem Bodensee.

Zu den Segeln: North Sails fertigt One Design Segel für die Longtze-Klasse in unterschiedlichen Tuchkombinationen. Die Ausführung in 3Di-Raw 360 verspricht dabei das größtmögliche Leistungspotenzial der Segel. Die Details:

  • Großsegel (MNi-1): 3Di Raw 360 10.850 Dpi, 4 durchgehende und 3 kurze Latten (ca. 21qm)
  • Fock (APi-1): 3Di Raw 360 10.850 Dpi, 1 durchgehende und 3 kurze Latten (ca. 14 qm)
  • Gennaker (A-2): Superkote 75 oder Dynakote 75 (ca. 60qm)
📸 Studio Borlenghi
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