North Sails NEWS

ENTSCHEIDUNG IM GROßEN BELT

Nordsee windig, Ostsee trickreich, Pantaenius Rund Skagen 2022 verlangte den Crews einiges ab. 

Für das Team von North Sails Hamburg war die Nordseewoche 2022 eine Premiere. Natürlich nicht in seglerischer Hinsicht, dafür aber als Service-Partner. Erstmalig konnten Teilnehmer der Nordseewoche ihre defekten Segel auf Helgoland in die fähigen Hände der Segelmacher Peer Heuer und Sebastian Block geben. Ein Service, der bei den Seglern immer gut ankommt und beim Service-Team für tiefe Augenringe sorgen kann, werden die Segel doch über Nacht wieder fit gemacht. Dass die beiden North-Mannen in diesem Jahr einigermaßen ausgeschlafen von der Insel kamen, war allein dem Wind geschuldet. Moderate Bedingungen zu Pfingsten bescherten den Seglern schönes Segeln ohne nennenswerte Schäden.

Dies solle sich am Montag jedoch ändern, als Ausläufer eines Tiefdruckgebiets über die Insel zogen und am Vormittag bereits Windstärken jenseits der dreißig Knoten gemessen wurden. Entsprechend spürbar war die Anspannung unter den Teilnehmern der Abschlussregatta der Nordseewoche, der Langstrecke Pantaenius Rund Skagen. Der Kurs führt die Yachten über 510 Seemeilen non-stop von Helgoland um Skagen herum durch den Großen Belt nach Kiel. Ein navigatorisch ohnehin anspruchsvoller Kurs, der in den ersten 24 Stunden zudem böigen Wind zwischen 25 und 35 Knoten versprach, dazu durchgängiger Regen bis Skagen. Zunächst aus südlicher Richtung wehend, sollte der Wind in der zweiten Rennhälfte westliche und östliche Winde für die Yachten bereithalten. 

Ein neuer Rekord zum Greifen nahe

Keine schlechten Bedingungen also für den Volvo 70 Trifork, um einen neuen Rekord zu setzen. Entgegen der Vorhersage blieb der Wind in den ersten 24 Stunden des Rennens jedoch recht moderat und mit abflauender Brise starb auch die Hoffnung auf einen neuen Rekord. Trotz 70 Fuß Canting Keel und DSS-Board, die Bestmarke der nach heutigen Maßstäben relativ behäbigen Baltic 67 UCA aus dem Jahr 2000 (43 Stunden, 46 Minuten) blieb auch 2022 bestehen. Was muss das für eine Alarmfahrt gewesen sein. 

Umso spannender gestaltete sich das Rennen um die schnellste berechnete Zeit nach ORC. Der frische Südwind hatte die Flotte am Eingang der Jammerbucht relativ dicht zusammengeführt. Zahlreiche Verdränger unter Spinnaker konnten die Geschwindigkeit der moderneren Konstruktionen halten. Das Rennen war damit – wie so oft – völlig offen, als das Gros der Flotte am Mittwochmorgen Skagen rundete und sich auf den Rückweg gen Kiel machte. 

Bei zunächst frischen südwestlichen Winden galt es zunächst nach Süden zu kommen, bevor frischer Ostwind die Flotte im Südteil des Kattegats begleiten sollte. Je südlicher die Yachten kamen, desto leichter wurde der Gradient und desto größer wurden die lokalen Effekte. Glücklich konnte sich schätzen, wer für diese Bedingungen das passende Segel an Bord hatte. Ohne wahlweise überlappende Genua oder Code Zero war es schwer, die Yachten bei leichten Winden im Großen Belt und bei Gegenstrom am Laufen zu halten. 

Am besten Gelang dies der Swan 48 ELAN, die ein fast fehlerfreies Rennen segelte und Pantaenius Rund Skagen 2022 über alle Klassen gewinnen konnte. Platz zwei und drei gingen an die JPK 10.30 Hinden und die Mills 45 Halbtrocken 4.5.

Alle Ergebnisse der Nordseewoche und von Pantaenius Rund Skagen finden Sie hier.

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