North Sails LOFT NEWS

Bendix Hügelmannn

NEUE SERIE: DER WEG ZUR ORC WELTMEISTERSCHAFT 2023

Die ORC-Weltmeisterschaft kommt 2023 erneut nach Kiel

📸 Felix Diemer

Eine Meldung wie ein Donnerschlag: Weißer Rauch über dem Offshore Racing Council, die ORC-Weltmeisterschaft kommt 2023 erneut nach Kiel. Schon im Jahr 2014 hatte die Vergabe der Weltmeisterschaft der ORC-Segler einen echten Hype ausgelöst. Für die hiesige Flotte steht damit das Saisonhighlight der nächsten Jahre bereits fest. Nach zwei Jahren Seebahn im Pandemie-Modus gute Vorzeichen also für einen sportlich-ambitionierten Segelsommer. Wer 2023 mit dabei sein will, der sollte diesen Gedanken nicht auf die lange Bank schieben. Die Vorbereitung beginnt idealerweise genau jetzt: Wer mit der Vorbereitung rechtzeitig beginnt, reduziert nicht nur das Risiko böser Überraschungen, sondern geht vor allem auch mit größerer Gelassenheit in einen Wettkampf wie eine Weltmeisterschaft.

Einer, der davon ein Lied singen kann, ist North Sails Segelmacher Bertil Balser. Bertil kennt nicht nur die hiesige ORC-Szene wie seine Westentasche, auch in der ORC-Formel kennt sich der Segelmachermeister bestens aus. Der gebürtige Frankfurter segelt laut eigenen Angaben, seit er laufen kann und machte seine ersten Schritte auf der Seebahn bereits 1996, als ORC noch IMS hieß. Nationale und internationale Erfolge sowie das ein oder andere Regel-Schlupfloch (Stichwort: „Berta“) machen Bertil nicht nur zu einem guten Segler, sondern zum idealen Ansprechpartner für alle Fragen rund ums Thema ORC-Segeln.

Grund genug also, an dieser Stelle ab sofort und regelmäßig mit Bertil über den idealen Weg zur WM-Teilnahme zu sprechen. Zum Auftakt der Serie haben wir Bertil ein paar grundsätzliche Fragen rund um das Thema ORC-Segeln gestellt:

Wie gut kennst du die ORC-Formel?

Puh, das ist eine gute Frage. Die Formel gibt einem viele Möglichkeiten, am Material und Setting zu arbeiten. Die Frage dabei ist ja: An welcher Schraube lohnt es sich zu drehen und welche fasse ich lieber gar nicht erst an. Nach über 15 Jahren im ORC-Zirkus kann ich ganz gut einschätzen, was Sinn macht und was nicht.

Was ist für eine erfolgreiche ORC-Kampagne am wichtigsten?

Gutes Material und ein sauberes Unterwasserschiff sind das eine. Aber das andere ist es ,eine Crew zu haben, die nicht nur irgendwie harmoniert, sondern sich wirklich gegenseitig vertraut und eingespielt ist.

Gutes Material und ein sauberes Unterwasserschiff sind das eine. Aber das andere ist es ,eine Crew zu haben, die nicht nur irgendwie harmoniert, sondern sich wirklich gegenseitig vertraut und eingespielt ist.

📸 Felix Diemer

Wann sollte die Vorbereitung auf die WM 2023 beginnen?

So eine Kampagne durchläuft immer unterschiedlich intensive Phasen und jedes Team hat dabei seine eigene Dynamik. Ganz grundsätzlich gilt aber: Die Zeit läuft.

Wer 2023 vor Kiel dabei sein will, der sollte lieber heute als morgen mit der Vorbereitung beginnen. Je mehr Zeit vorhanden ist, desto besser wird es gelingen, Material und Crew in einen konkurrenzfähigen Modus zu bekommen. Der Teufel steckt wie immer im Detail.

Wer 2023 vor Kiel dabei sein will, der sollte lieber heute als morgen mit der Vorbereitung beginnen.

Was würdest du Crews raten, die bisher keine Erfahrung in diesem Gebiet haben?

Unbedingt loslegen! Jedes Projekt beginnt mit dem ersten Schritt. Was viele nicht wissen: Oft ist der Schritt vom ambitionierten Mittwochs-Segeln in die ORC-Welt deutlich kleiner als das von außen betrachtet vielleicht aussieht.

Wie kann man dich bei Fragen kontaktieren?

Am besten Sie oder Ihr ruft bei North Sails Hamburg in der Loft an – oder direkt auf meinem Handy. Oder ihr schickt mir eine Mail an bertil.balser@northsails.com – so oder so, ich freue mich auf eure Nachrichten und helfe gern mit allem, was euch auf die Seebahn und zur ORC-WM befördert.

Was war dein persönlich größter Erfolg?

Das ist schwer zu sagen. Die vier Siege bei der IDM See – zuletzt mit der X-41 Sportsfreund – waren sicher ebenso ein Highlight wie diverse Podiumspositionen auf Welt- und Europameisterschaften. Als „mein“ Team dann 2019 Europameister wurde, war ich mit Vaterfreuden an der Heimatfront eingebunden, eine Goldmedaille fehlt also noch. Ein Grund mehr, 2023 wieder anzugreifen!

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